Enttäuschender Ausgang eines sonnigen Wochenendes

Halbfinale: MFBC Grimma – SSF Dragons Bonn 12:4 (7:0, 2:2, 3:2)
Finale: MFBC Grimma – UHC Sparkasse Weißenfels 1:6 (0:1, 1:2, 0:3)

Das Wochenende stand unter dem Motto „Ein Pokal und ein Lazarett auf Reisen“. Das Lazarett hatte sich zum Endspiel gelichtet. Mit Fanny Gatzke und Sophie Kühne meldeten sich zwei wichtige Stützen des Teams gesund zurück. Es war damit alles für ein großes Finale um den Deutschen Floorball Pokal angerichtet. Am Samstag hatten sich die Wikingerinnen souverän gegen die Dragons aus Bonn durchgesetzt. Mit drei Linien agierend, wurde im ersten Drittel ein 7:0 herausgespielt. Dies war die Basis dafür, um die restlichen zwei Drittel in einer etwas gemäßigteren Gangart zu absolvieren. Natürlich waren die vier Gegentore für Headcoach Ralf Kühne vier zu viel.

Da sich wie erwartet die Cat‘s gegen die PiranHHas aus Hamburg durchgesetzten, kam es zum Damenklassiker schlecht hin. Weißenfels gegen Grimma, das ewige Finale.

Grimma griff wieder zur Drei-Linien-Aufstellung und wollte die Weißenfelserinnen bereits in deren eigenen Hälfte attackieren, um deren gesicherten Spielaufbau zu unterbinden. Auch war Kräftesparen angesagt, da auf Grund der Ausfälle vor dem final4 damit gehaushaltet werden musste. Diese Taktik führte naturgemäß zu einem offenen Schlagabtausch beider Teams. Als Grimma in Überzahl aufgrund eines Weißenfelser Wechselfehlers hätte aufspielen können, gelang dies nicht. Durch eine Unkonzentriertheit eroberten sich die Weißenfelserinnen den Ball und konnten in Unterzahl die 1:0 Führung herausschießen (15.). Dies führte zu einem Bruch im Grimmaer Spiel. Gleichwohl wurde das Mitteldrittel weiter mit drei Linien angegangen. Den Grimmaerinnen gelang es aber auch hier nicht, den Zug zum gegnerischen Tor zu verstärken. Zwar liest es sich der Liveticker des Floorball-Portal so, als ob das Tempo geringer und das Spiel hektischer wurde. Aber das war das Resultat der ständigen geführten Zweikämpfe. Beide Teams versuchten das Spiel an sich zu bringen. Es wurde ein Abnutzungsspiel. Da dies auch zu Fehlern führte, gelang den Weißenfelserinnen ein Konter mit einer Überzahlsituation. Anstatt im Unterzahlverhalten abwartend zu verteidigen, ging die Grimmaer Abwehrspielerin auf die Ballführende zu und wurde ausgespielt, so dass der Ball nur auf die leere Torseite von Alexandra Nickel eingeschoben werden musste. Grimma musste dann noch schnell einen dritten Gegentreffer hinnehmen, als ein Auswurf der überragenden haltenden Nationaltorhüterin Indra Reck mehrere Grimmaer Spielerinnen passierte, die anstatt den Ball mit dem Fuß weg zu kicken, versuchten diesen mit dem Stock anzunehmen. Der Ball gelangte zu Sarah Patzelt, die das 0:3 besorgte.

Die Vorentscheidung? Es waren gerade 31 Minuten und 49 Sekunden gespielt. Kühne stellte auf zwei Linien um, was zu einer höheren spielerischen Sicherheit führte. Jetzt ist der Zug zum Weißenfelser Tor endlich da. Es erfolgten viele gute Abschlüsse auf das Tor von Reck. In der 36. Minute schiebt Fanny Gatzke den Ball auf Kapitän Sonja Dietel und es steht nur noch 1:3. So gehen beide Teams in das Abschlussdrittel, allerdings Grimma mit einer Zweiminutenstrafe belastet. Die Unterzahl wird im letzten Drittel gut heruntergespielt. Als Lisa Merle Entelmann bereits von der Strafbank auf dem Parkett stand, hatte Weißenfels noch eine Schusschance. Zu verhalten agierten da die Grimmaer Spielerinnen. Hier wäre das auf die schussbereite Spielerin zugehen, die richtige Antwort gewesen, um den Schusswinkel einzuschränken. Es wurde inaktiv versucht den Schuss zu blocken, was danebenging. Dieses vierte Tor gleich zu Beginn des Schlussdrittels und eine Minute später der fünfte Gegentreffer brachten die Vorentscheidung. Zwar versuchte man alles, um schnell einen Anschlusstreffer zu erzielen. Denn im letzten Match vor dem final4 konnte Grimma auch einen Zwei-Tore-Rückstand aufholen und in Führung gehen. Grimma agierte zwar offensiv und mit Druck, war allerdings in seinem Offensivspiel zu sehr limitiert. Es gelang zu wenig und den Rest hatte Reck.

Selbst Anne-Marie Mietz verbiss sich immer wieder in Zweikämpfen und nahm Schüsse aus ungünstigen Situationen. Selbst ein Penalty aufgrund eines vorhergehenden Vergehens an Mietz konnte durch die Grimmaerinnen nicht in ein Tor umgemünzt werden. Grimma verbiss sich in der Abwehrformation der Cat‘s und musste immer wieder gefährlich Konter hinnehmen. In der 56. Minute erzielte Laura Hönicke den Endstand.

Ein verdienter Weißenfelser Sieg, der auch die Rollen im Kampf um die Deutsche Meisterschaft klar verteilt. Grimma wird sich am kommenden Sonntag in der Muldentalhalle den PiranHHas aus Hamburg im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft stellen. Diese verloren nach großem Kampf im Halbfinale des final4 gegen Weißenfels nur knapp. Die MFBC-Damen werden sich steigern müssen, um ins Finale zu kommen. Zum ewigen Duell mit Weißenfels, die im Halbfinale mit den Dümptener Füchsen die wesentlich leichtere Aufgabe zu bewältigen haben.

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